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HANDEL Bio-Soja mit verbotenem Pestizid verunreinigt – Gebana in Brasilien vor dem Ruin
Der gebana AG in Frauenfeld, spezialisiert auf fair gehandelte biologische Produkte, droht in Brasilien das Aus, ebenso zwei Dritteln ihrer Bio-Sojabauern. Denn bei der Ernte wurde erstmals das Pestizid Endosulfan nachgewiesen – aus Spritztouren von Nachbarbauern. Hunderte Biobauern wollen nun mit Unterstützung von NGO ein sofortiges Verbot des Pestizids erreichen und haben eine Petition lanciert. Ob das vorfinanzierte und verunreinigte Bio-Soja abgesetzt werden kann, ist offen. (ca. 4000 Zeichen)

GESUNDHEIT Erfolgsgeschichten aus Simbabwe
Für einmal gute Nachrichten aus Simbabwe meldet der Fonds für Entwicklung und Partnerschaft in Afrika, fepa: Die HIV-Ansteckungsrate ist markant gesunken. Dies sei rund 700 Selbsthilfegruppen auf dem Land zu verdanken, die von der Aids-Organisation Batanai unterstützt werden. Ihr Koordinator Farai Mahaso ist zu Gast in Basel und Bern und berichtet über seine Arbeit. (ca. 3800 Z.)

WASSER UNO wegen mangelnder Bemühungen angeprangert
Die UNO vernachlässige die Bereiche Wassersicherheit und Sanitäranlagen, kritisieren Fachleute des Internationalen Wasserinstituts SIWI, das derzeit in Stockholm die „World Water Week“ abhält. Sie bezweifeln, dass an der bevorstehenden UNO-Konferenz zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDGs) Entscheidungen getroffen werden, die diese Versäumnisse korrigieren. (ca. 4000 Z.)

LANDWIRTSCHAFT Afrika will Kornkammer werden
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit stehen in Afrika zurzeit ganz oben auf der Tagesordnung. Das zeigen jüngste Konferenzen, an denen vorsichtiger Optimismus breit wurde. Malawi, Ruanda oder Tansania haben ihre Lebensmittelproduktion deutlich gesteigert, und Fachleuten zufolge könnten die Erträge des Kontinents verdreifacht werden. Konkrete Massnahmen dazu fehlen jedoch. (ca. 4000 Z.)

 
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SCHWEIZ Fair-Trade-Pionierin claro AG bekommt Krise und Konkurrenz zu spüren
Die claro fair trade AG meldet zwar einen Ggewinn und ist nach Eigenangaben finanziell gesund. Dennoch verzeichnet die Fair-Trade-Pionierin mit Sitz in Orpund einen Umsatz-Rückgang von 8,1 Prozent. Dies liege an der schlechten Konsumenten- stimmung 2009 und am Konkurrenzdruck durch Grossverteiler und neue Anbieter. Wo claro seine Chancen sieht, sagt Geschäftsleiter Beat Schumacher im Gespräch. (ca. 4000 Zeichen)

LANDWIRTSCHAFT Nachernteverluste verhindern
Bei der Hungerbekämpfung weltweit stehen immer mehr die Nachernteverluste im Fokus. Denn 25 bis 50 Prozent der Nahrung gehen vielerorts mangels geeigneter Lagerung verloren. In Lateinamerika hat eine von der DEZA initiierte Silo-Technologie die Verluste reduziert und die Einkommen der Bauern verbessert. Die Erfahrungen werden nun in einem Pilotprojekt in Ostafrika eingesetzt. DEZA-Experte Max Streit erläutert den Süd-Süd-Wissenstransfer. (ca. 4000 Z.)

ROHSTOFFE Ölkonzessionen vor São Tomé und Principe bergen Risiken
Die neue Regierung von São Tomé und Principe versteigert derzeit Bohrrechte vor ihren Küsten. NGO wie Human Rights Watch fordern Transparenz, damit die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft der armen Bevölkerung zugute kommen und nicht in den Taschen Weniger verschwinden. Dass sich Regierung und Zivilgesellschaft auf einen nachhaltigen Einsatz der Einnahmen einigen können, zeigt das Beispiel Guinea-Bissau, wo von Swissaid-Partner eine Rohstoff-Vereinbarung erzielten. (4000 Z.)

UMWELT Boliviens Regierung machtlos gegen Amazonas-Waldbrände
Im bolivianischen Amazonas-Urwald wüten mehr als drei Mal so viele Brände wie im Vorjahr. Die Umweltorganisation Herencia warnt angesichts der über 6500 Brandherde vor einer "Katastrophe grösseren Ausmasses". Die Regierung steht den meist durch Brandrodung verursachten Feuerbrünsten machtlos gegenüber. (ca. 4000 Z.)

 
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BERN Migranten in der Schweiz besser verstehen – Vier Herkunftsregionen im Fokus
Das Bundesamt für Migration hat die in der Schweiz lebenden Menschen aus Somalia/Eritrea, aus der Türkei, dem Kosovo und Portugal zu ihrem Auswanderungshintergrund, ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage, ihrer Kultur und ihrem Beziehungsnetz befragen lassen. Die Studien sollen Lehrpersonen oder medizinischem Personal helfen, die verschiedenen Migrantengruppen besser zu verstehen. Die Studien werden am Donnerstag vorgestellt. (4000 Zeichen)

ZÜRICH Ausbeutung im Beschaffungswesen – Gemeinden sollen handeln
Viele Schweizer Gemeinden schauten beim Einkauf von Waren nur auf den Preis, kritisiert das Arbeiterhilfswerk SAH. Damit nähmen Gemeinden Ausbeutung, Sklaverei und Kinderarbeit in Kauf. Die Einkaufspolitik könne jedoch fair gestaltet werden, und wo nicht, die Gemeindeverwaltung kontaktiert werden. Dazu hat das SAH eine eigene Volksbefragung im Internet lanciert. (ca. 4000 Z.)

COSTA RICA Unternehmer fürchten Nachteile durch Freihandel mit China
Als einziges Land Zentralamerikas unterhält Costa Rica diplomatische Beziehungen zu China. Ein Freihandelsabkommen mit der Volksrepublik soll nach dem Willen der Regierung noch in diesem Jahr ratifiziert werden. Costaricanische Unternehmer rechnen dadurch nicht mit Vorteilen, sondern befürchten eine grössere Abhängigkeit von dem Wirtschaftsriesen. (4000 Z.)

KENIA Tödlicher Schimmel vernichtet die Maisernte
Trotz einer Rekord-Maisernte hungern die Menschen im Osten Kenias. Das Getreide ist in den Speichern verschimmelt, der Verzehr eine tödliche Gefahr. Die kenianische Forscherin Sheila Okoth hat eine biologische Methode gegen den Pilzbefall entwickelt, die demnächst getestet wird. Derweil muss das infizierte Getreide vernichtet werden, doch nicht alle Bauern machen mit. (4000 Z.)

 
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SCHWEIZ Entwicklungszusammenarbeit will Ernährung sichern
Wie die Schweiz zur Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern beiträgt, steht im Zentrum der Jahreskonferenz der Entwicklungszusammenarbeit am Freitag in Basel. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, DEZA-Direktor Martin Dahinden und SECO-Direktor Jean-Daniel Gerber erläutern Wege zu einem nachhaltigen globalen Ernährungssystem. Beleuchtet werden neben der Landwirtschaft auch der Handel und der Einfluss der Konsumierenden im Norden und im Süden. (ca. 4200 Zeichen)

NIGER 50 Jahre Unabhängigkeit – Im Jubiläumsjahr hungert ein Viertel der Bevölkerung
Vor 50 Jahren erhielt Frankreichs ehemalige Kolonie Niger ihre Unabhängigkeit. Doch im Sahelland gibt es im Jubiläumsjahr nichts zu feiern. Angesichts der Hungerkrise hat die Regierung am 3. August darauf verzichtet, öffentliche Gelder für Festlichkeiten zu verschwenden. Fast ein Viertel der über 15 Millionen Menschen hungert, jeder zweite ist auf ausländische Nahrungshilfe angewiesen. (ca. 4000 Z.)

ANDENSTAATEN Die Gletscher sterben – Forscher geben Mensch ganz klar die Schuld
Der Andengipfel Antisana nahe Ecuadors Hauptstadt Quito ist nicht nur ein spektakuläres Ziel für Bergsteiger, sondern mit seinem Gletscher Nummer 15 Alfa auch ein wichtiger Wasserspeicher Quitos. In den letzten 50 Jahren ist er aufgrund des Klimawandels um über ein Drittel geschrumpft. Andere Andengletscher sind ähnlich bedroht, die Schneegrenze ist auf 5100 Meter gestiegen. (ca. 4000 Z.)

UMWELT Fischkonsum nimmt rapide zu – Nachhaltige Aquakulturen gefordert
Die Meere sind überfischt, doch die weltweite Nachfrage nach Fisch wächst weiter. Den zusätzlichen Bedarf decken Fischfarmen. Die Aquakulturen sind heute der am schnellsten wachsende Bereich der Lebensmittelindustrie, doch die zahlreichen Umweltprobleme, die sie verursachen, wurden lange ignoriert. Nun arbeitet der WWF mit anderen NGO und der Industrie an Kriterien für nachhaltige Aquakultur mit dem Ziel, ein Gütesiegel für Farmfische zu entwickeln. (ca. 4000 Z.)

 
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BASEL PET-Flaschen-Floss wirbt für Trinkwasser in Afrika
In Basel bricht diesen Samstag ein besonderes Floss zur Fahrt den Rhein hinunter auf: Im Eigenbau aus 650 PET-Flaschen konstruiert, wollen zwei Liestaler Berufsmaturanden mit dem Floss auf den prekären Zugang zu sauberem Trinkwasser aufmerksam machen. Der Erlös aus der Aktion „Wasser für Afrika“ geht an ein Trinkwasserprojekt der Entwicklungsorganisation Helvetas. Bestimmt ist es für das westafrikanische Benin, wo das Trinkwasser meist mit Krankheitserregern durchsetzt ist. (ca. 3500 Zeichen)

GENF Neue palästinensische Diplomatie
Seit 2005 setzt die Palästinenserbehörde auf eine pragmatischere Diplomatie und stützt sich auf die Suche nach Konsens. Dies freut zwar den Westen, die Palästinenser hingegen sind eher beunruhigt. Artikel auf den Websites über den Nahen Osten werfen der palästinensischen Führung ein Doppelspiel bei der UNO-Untersuchung zur Stürmung der Hilfsschiffe für Gaza vor. Imad Zuheiri, die Nummer zwei der palästinensischen Vertretung bei der UNO in Genf, nimmt Stellung. (ca. 4200 Z.)

HANDEL Reis für Afrika bald unbezahlbar
Thailand und anderen Reisländern Asiens droht Afrika als wichtiger Exportmarkt verloren zu gehen, wenn die Preise wie geplant steigen. "Die Bauern in Asien sollten ein vernünftiges Einkommen haben. Doch afrikanische Konsumenten werden keinen Reis kaufen, wenn er zu teuer wird", sagt der in Genf tätige Reishändler Miguel Lima zurück von einer Reis-Konferenz in Südafrika. Bei Preisstützungen in Asien drohe der Reis-Markt einzubrechen. (ca. 4000 Z.)

TOURISMUS Hoteliers am Roten Meer fürchten Öllecks
Am Roten Meer bilden Tourismus und Erdöl die Haupteinnahmequellen. Doch spätestens seit der Katastrophe im Golf von Mexiko bangen Ägyptens Hoteliers um ihr Geschäft. Im Golf von Suez werden 80 Prozent des ägyptischen Erdöls auf 180 Bohrinseln gefördert, die teils sehr veraltet sind. Ein relativ kleines Ölleck traf jüngst Hotelstrände in El-Gouna und Hurghada. (ca. 4200 Z.)

 


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